Sedimentfiltration und Sedimententfernung in der Wasseraufbereitung
Unabhängig davon, ob das verwendete Wasser aus dem städtischen Leitungsnetz, aus Tiefbrunnen oder aus Flüssen stammt, können Sedimente und andere Feststoffpartikel im Wasser enthalten sein. Eine zuverlässige Sedimentfiltration schützt Wasseraufbereitungsanlagen, Rohrleitungen und nachgeschaltete Filtersysteme vor Verunreinigungen und Verstopfungen.
Sedimente im Wasser und geeignete Filterlösungen
Sedimente können entweder als gröbere Feststoffe oder als sehr feine Partikel auftreten. Je nach Kapazität der Wasseraufbereitungsanlage sowie Art und Konzentration der Verunreinigung kommen unterschiedliche Verfahren zur Sedimententfernung zum Einsatz.
Für Anlagen mit geringeren Durchflusskapazitäten werden häufig Aqua-Filtergehäuse verwendet. Diese können sowohl mit regenerierbaren Filtereinsätzen als auch mit speziellen Einwegfiltern ausgestattet werden.
Waschbare Filter und Feinfilter
Waschbare Kunststofffilter besitzen üblicherweise eine Filterfeinheit von etwa 80 Mikron. Je nach Einsatzbereich werden Filterelemente aus Kunststoff oder Edelstahl verwendet, beispielsweise in RLA- oder AC-Ausführungen.
Für Anwendungen, bei denen eine feinere Filtration erforderlich ist, stehen Filtereinsätze mit unterschiedlichen Filterfeinheiten zur Verfügung. Typische Abstufungen sind:
- 1 Mikron
- 5 Mikron
- 10 Mikron
- 20 Mikron
- 50 Mikron
Als Alternative zu klassischen Feinfiltern können außerdem FA-Wickelfilter eingesetzt werden.
Selbstreinigende Sedimentfiltersysteme
Für eine komfortablere Reinigung können Filtersysteme mit Selbstreinigungsfunktion eingesetzt werden, beispielsweise AP-Easy oder AP-Ind.
Diese Systeme sind in unterschiedlichen Durchmessern und Größen erhältlich und ermöglichen je nach Ausführung sowohl eine manuelle als auch eine automatische Reinigung. Dadurch können Wartungsaufwand und Betriebsunterbrechungen deutlich reduziert werden.
Das Unternehmen Euroblack bietet hierfür verschiedene technische Lösungen und führt unter anderem die Marken Aqua und Equa. Die entsprechenden Filtersysteme und Filterdesigns sind für anspruchsvolle Anwendungen in der Wasseraufbereitung konzipiert.
Multimedia-Filtersysteme für höhere Kapazitäten
Bei höheren Durchflussmengen und größeren Anlagen kommen häufig Multimedia-Filtersysteme zum Einsatz. Sie ermöglichen eine automatische Filtration und eignen sich insbesondere zur Entfernung von Schwebstoffen, Sedimenten und unterschiedlichen Feststoffpartikeln aus dem Wasser.
Die Filter enthalten Quarzkies in verschiedenen Körnungen und Mengen. Das Filtermaterial wird abhängig von der erforderlichen Kapazität und Wasserqualität in Tanks aus GFK (FRP) oder Kohlenstoffstahl (St-37) eingefüllt.
Rückspülung und automatische Regeneration der Filter
Durch Sedimente und Schwebstoffe belastete Filter müssen in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Bei Multimedia-Filtersystemen erfolgt diese Reinigung durch eine sogenannte Rückspülung.
Während der Rückspülung werden die im Filterbett angesammelten Verunreinigungen gelöst und aus dem System entfernt. Dadurch wird die Filterleistung wiederhergestellt und die Lebensdauer des Filtermaterials verlängert.
Der Rückspülprozess kann über automatische Filterventile gesteuert werden, beispielsweise von Herstellern wie Runxin oder Clack. Diese Ventile werden direkt auf den Mineraltanks montiert und übernehmen die Steuerung der Filtrations- und Rückspülzyklen.
Effiziente Sedimentfiltration für unterschiedliche Anwendungen
Von einfachen Filtergehäusen über waschbare Feinfilter bis hin zu automatischen Multimedia-Filtersystemen stehen unterschiedliche Lösungen zur Sedimententfernung zur Verfügung. Die Auswahl des passenden Systems richtet sich insbesondere nach Wasserqualität, Partikelgröße, Durchflussmenge und gewünschtem Automatisierungsgrad.
Eine korrekt dimensionierte Sedimentfiltration sorgt für eine zuverlässige Wasseraufbereitung, reduziert den Wartungsaufwand und schützt nachgeschaltete Anlagenkomponenten langfristig vor Ablagerungen und Verstopfungen.
